7. bis 10. 12. 2006: Dieser Bericht ist zur Kategorie „Dinge die man für absolut nicht möglich hält“ einzuordnen!

Hätte jemand vor einem Jahr noch eine Wette abgeschlossen, dass ein Steyrer Radsportverein, mit einer kleinen aber feinen Dua-/Tria-Mannschaft, Ende Dezember 2006 zu einem Schwimmtrainingslager fährt, und dort an 4 Tagen knappe 20km im Wasser verbringt, so hätten sich sicherlich genügend Leute gefunden, die dieser Person einen Aufenthalt in einer Nervenheilanstalt nahe gelegt hätten => ganze 11 Leute haben sich nicht mal 1 Woche nach Proklamation dieses Trainingslager angemeldet!

Leider mussten wir 3 Tage vor Abfahrt durch die Absagen von Andi (krankheitsbedingt) und Bettina (Studienberechtigungsprüfung) dann doch „nur“ zu 9t (inkl. der beiden Gastschwimmer Sandra und Gerald) die Reise ins Universitäts-Leistungssportzenrum Rif nach Hallein antreten.

Dem ersten Wermutstropfen folgte bald der Zweite => kurz vor der Abfahrt Eugendorf ging der Turbolader beim Auto von Fam. Mayrhofer flöten, welcher sich in unglaublichen Rauchschwaden niederschlug, die aus dem Auspuff des Sharan entwichen, und wahrscheinlich heute noch unsere deutschen Nachbarn vernebeln.

Glücklicherweise kamen dann doch noch alle pünktlich im Quartier an, welches für die nächsten Tage zum Mittelpunkt unserer abendlichen, geselligen Runden auserkoren wurde. Den Höhepunkt schlechthin konnte Mario am letzten Abend für sich verbuchen, als er bei Activity den Begriff Milchmädchenrechnung pantomimisch darstellen musste, und dieser von seinen beiden Mannschaftskameraden sogar erraten wurde (über die zum Teil nicht ganz jugendfreie Körpersprache wird hier das Deckmäntelchen des Schweigens gehüllt).

Das erste Schwimmtraining, wurde gleich scharf mit einem 400m-Test auf der 25m-Kurzbahn begonnen, um die Trainingsbereiche jeder/s Einzelnen zu ermitteln. Insgesamt wurden in 5 Trainingseinheiten zu je 2h knappe 20km im Wasser absolviert. Stand vormittags noch Technik als Schwerpunkt am Programm, so waren am Nachmittag Übungen zur Kraftausdauer im Mittelpunkt. Diejenigen die noch nicht genug hatten, gingen in den Pausen bzw. nach dem Training laufen, oder saßen sich auf einen der zahlreichen tollen Ergometer.

Der Stützpunkt Rif kann kurz und bündig als perfekt bezeichnet werden, und stellt dem Sportler alles zur Verfügung was er braucht (was ja auch die Prämisse für ein Universitätsleistungszentrum sein sollte). Ein schönes Hallenbad mit zwei 50m-Bahnen, eine Leichtathletik-Hallenanlage, Kraftkammer, Tennis- u. Fußballplätze,…alles kompakt beisammen und ohne Aufwand erreichbar. Des Weiteren befindet sich inmitten der Anlage auch ein pittoreskes Restaurant, welches jedoch v.a. bei den Salaten stolze Preise anschlägt!

Großes Entsetzen bei unserem Trainer, und kurioses Gelächter aller Teilnehmer, löste die Unterwasseranalyse aus. Böse Zungen sahen dabei den einen oder anderen schon wieder eher in Vorbereitung auf die Highlights der Duathlon-Saison. So versuchte dann halt jeder, die restlichen 3 Tage seine Schwächen auszumerzen. Angefangen von Mario „die Schweineschulter“ Mayrhofer, der über Wasser mittlerweile den Ellbogen auch weit oben hat, über Markus „der Berggorilla“ Kleinhagauer, der das Reinbrettern ins Wasser a la Faris Al-Sultan auch endlich abstellte, und sauber ins Wasser eintaucht, oder Ludwig „der Beckenbodengrabscher“ Pointner, der jetzt den Ellbogen im 90-Grad statt wie bisher im 180-Grad-Winkel anstellt.

Am Ende der letzten Schwimmeinheit Sonntag Vormittag, machten sich als Reminiszenz der letzten 4 Tage dann aber doch bei einigen kleine Wehwehchen bemerkbar, und in so mancher Schulter fing es ganz schön ordentlich zu zwicken an.

Auf der Heimfahrt hielt sich der Kommunikationsdrang stark in Grenzen, da nach 15h Training in 4 Tagen (davon über 10h schwimmen) doch jeder ziemlich gepeckt war, und auch die erfahrenen Athleten zur Kenntnis nehmen mussten, dass 10h schwimmen nicht mit 10h Rad fahren zu vergleichen sind.

Großer Dank geht an unseren Trainer und Organisator Erich „der Pansnbär“ Bernhauser, der uns trotz Krankheit (Antibiotika sei Dank) selbstlos, und fachkundig am Beckenrand zur Verfügung stand, und tagtäglich mit neuen ausgeklügelten, koordinativen Programmen (ich sag nur spiegelschwimmen, rückwärts kraulen,…) mehr als nur verblüffte => DANKE FÜR DEINEN BEMÜHUNGEN ERICH!!!

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