Mag. Walter Lehki im Kühtai bei 6° Celsius


Ötztaler Radmarathon 27. August 2006

Nicht weniger als 4000 Radbegeisterte schwangen sich am 27. August um 6:30 Uhr in Sölden in den Sattel, um den Ötztaler Radmarathon über 238 km und 5500 Höhenmeter in Angriff zu nehmen. Die erste Hürde bildete wie gewohnt das Kühtai, wo uns 6 Grad und nasskalte Witterung erwartete (siehe Foto). Im Gegensatz zum Vorjahr versuchte ich heuer nicht, in der Spitzengruppe über das Kühtai zu kommen, sondern folgte mit Respektabstand erst in der zweiten Gruppe.
Bis zum Brenner schafften wir relativ locker wieder den Anschluss und es bildete sich eine rund 200-köpfige (!) Spitzengruppe heraus, die dann am Aufstieg zum Jaufenpass im wahrsten Sinne des Wortes gesprengt wurde. Hier versuchte ich ein gleichmäßiges, aber nicht zu hohes Tempo zu fahren, denn so richtig hart wird es beim Ötztaler erst auf den 1.800 Höhenmetern von St. Leonhard hinauf aufs Timmelsjoch. Und da konnte ich im Gegensatz zum Vorjahr, als ich mehr hinauf gestorben als gefahren bin, nochmals gut forcieren und rund 20 Fahrer vor mir einsammeln.
Mit 7:52:35 erreichte ich bei meiner fünften Teilnahme schließlich als gesamt 35. (16. Masters 1) erstmals unter 8 Stunden das Ziel in Sölden. Den Sieg holte sich in 7:12:29 der Italiener Emanule Negrini im Zielsprint vor dem zweifachen Österreich-Rundfahrtsieger Gerrit Glomser.


Zum 8-ten mal fanden dieses Jahr die WORLD GAMES OF MOUNTAINBIKING im schönen und sehr bergigen Saalbach Hinterglemm statt. Laufrad war auch bei diesem Großereignis durch Jakob Zeillinger und mich (Daniel Hochstraßer) stark vertreten.

Um 5 Uhr Morgens machten wir uns noch etwas müde und hochmotiviert auf den Weg.
Nach zweieinhalbstündiger Anfahrt waren wir endlich an unserem Zielort angekommen.
Nachdem wir die Startnummern geholt hatten, waren es auch schon nur mehr 30min. bis zum Start unseres bislang größten Bewerbes.
Noch kurz warm radeln (nur 10°C!!!) und dann schnell zur Startaufstellung. Wir hatten mit vielen Teilnehmern gerechnet, doch nicht mit 1113 Startern.
Doch Jakob und ich waren noch immer willig, eine Top Platzierung auf der 31km langen und 1160 m hohen Strecke heraus zu fahren.

Der Startschuss war in dieser Menschenmenge, die sich aus Sportlern aus mehr als 20 Nationen zusammensetzte, kaum zu hören. Erst 30 sec. später konnten auch wir uns auf unserem schlechten Startplatz in Bewegung setzen.
Bei so vielen Startern musste jede Lücke, die sich auftat, gnadenlos genützt werden, denn sonst würde man nicht weit kommen.
Das Rennen verlief gut und Jakob und ich zeigten uns in bestechender Form und rasten förmlich dem Ziel entgegen. Zumindest bis zur Abzweigung zur Mittleren Distanz (44km und 1980hm)!!!!!
Denn hier musste ich noch etwas geschlafen haben und fuhr geradewegs an der Abzweigung Richtung Ziel vorbei und machte mich, was ich zu diesem Zeitpunk noch nicht wusste, auf den Weg zum Ost- und dann weiter zum Westgipfel des Schattberges, dem mit 1100 zu fahrenden Höhenmetern höchsten Berges dieses Marathons.
Als mein Computer anzeigte, dass ich bereits 1400 hm gefahren war, wusste ich, dass etwas nicht stimmte. Ein vorbeifahrender Radfahrer bestätigte mir dann meine Befürchtungen: Ich hab mich verfahren.
In diesem Moment hätte ich am liebsten mein Rad den Berg hinunter geworfen und wäre nachgesprungen.
Doch ans Aufgeben zu denken passt nicht zu mir und darum bezwang ich auch diesen Berg!
Nach 2:54.15 überquerte ich schließlich  wütend als Fünfter von 17 gewerteten  meiner AK (U19) und somit bester Österreicher die Ziellinie. An den Medaillenplätzen war ich nur knapp vorbeigefahren. Mit 14 Jahren war ich der jüngste Teilnehmer des gesamten Marathons.
Doch richtig bitter wurde es erst, als ich auf der Ergenbnisliste sah, dass ich ziemlich sicher meinen !!!!VIZEWELTMEISTERTITEL!!!! auf der 31km langen Strecke verschenkt habe.

Jakob wurde ausgezeichneter Vierter und fuhr nur haarscharf  an den Medaillenrängen vorbei!
26sec fehlten ihm auf den Dritten und 1min10sec auf den Zweiten.
Auch Jakob wurde bester Österreicher in seiner AK! (U19!!!)

Bedanken möchte ich mich noch bei Robert Zeillinger (Jakobs Papa), der ebenfalls ein Top Ergebnis einfuhr. Ohne ihn wären wir gar nicht nach Saalbach gekommen. à DANKE!!

Im Großen und Ganzen war es ein gelungener Tag für uns, auch wenn wir „etwas“ Pech hatten.
Und die Konkurrenz kann sich nächstes Jahr auf etwas gefasst machen, denn Jakob und ich sind heiß auf unsere ersten Medaillen bei Weltmeisterschaften.

Bester Laufradler wurde Manfred Gaberc mit einem sehr starken 7. Platz, der damit für eine wahre „Medaillenflut“ im Hause Gaberc sorgte -> Bronzemedaille in der Elitewertung der OÖ Landesmeisterschaft, und zum Drüberstreuen noch Steyrer Stadtmeister!

Auf den ebenfalls noch sehr guten Plätzen 14 und 15 folgten Pius Mayer, der sich damit die Bronzemedaille in der OÖ LM-Wertung der Masters 40-Klasse sicherte, und Bernhard Fösleitner, der wieder einmal sein großes Potential unter Beweis stellte.
Bei den Damen konnte sich die Kärntnerin Ulrike Striednig, ihres Zeiches Weltmeisterin im Triple-Ironman, die Gesamtwertung vor der Amstettnerin Sabine Gastecker, und Lokalmatadorin Jeanette Bernhauser sichern.
Als Auftakt zur zweiten Saisonhälfte der Duathlon-Saison durften unsere Orange-Blauen quasi vor der Haustür so richtig „ran“! Insgesamt knapp 200 Teilnehmer stellten sich dem ersten Formtest nach der Sommerpause, davon waren nicht weniger als 21(!) Teilnehmer im Einzelbewerb aus unseren Reihen. Ein deutliches Ausrufezeichen dafür, dass es nicht nur einen Lauf- od. Ironman-Boom, sondern auch einen Duathlon-Boom gibt.

Bei den Herren sorgte der in Österreich z.Z. unangefochtene Karl Prungraber vom Team Trirun Linz von Anfang an für klare Verhältnisse! Dem schnellsten Laufsplitt folgte die beinahe schnellste Radzeit, und auch auf den abschliessenden 2,6-Laufkilometern ließ Prungraber nichts anbrennen, und lief einem deutlichen Start-Ziel-Sieg entgegen. Dahinter folgten mit Respektabständen der 2-fache Wintertriathlon-Weltmeister Sigi Bauer, und der für die SIG Eisenwurzen startende Deutsche Christian Bickleder.

Jeanette sorgte damit ähnlich wie Mandi, für einen Medaillenregen ->  OÖ Landesmeisterin bei den Damen und Steyrer Stadtmeisterin. OÖ LM-Silber konnte mit Petra Mayrhofer ebenfalls ein aufstrebendes Talent aus den eigenen Reihen holen.

Bei den Staffeln gab es überhaupt keine Diskussion, welches Team seine stärksten Leute  auf die Piste schickte. Ein souveräner 3-fach Sieg durch die Staffeln Falk/Kopeter, Reingruber/Peterseil und Peyrl/Trutzenberger unterstrich die große Dichte innerhalb der Mannschaft.

Ein wunderschönes, reibungsloses, komplikationsfreies Duathlon-Fest an einem herrlichen Sonntag vormittag (weit und breit kein Wölkchen in Sicht), welches bei der Siegerehrung und gemütlichem Beisammensitzen im GH Baumgartner einen gemütlichen Ausklang fand.

Abschließend noch einen herzlichen Dank an den Chef des Duathlon-OK Karl Holzer, der einen Großteil seiner Freizeit in UNSEREN Duathlon investierte, und für einen rundum sauberen Ablauf vor, während und nach dem Rennen sorgte. Ebenso natürlich ein großes DANKESCHÖN an alle freiwilligen Helfer, die das Wochenende opferten, und zu UNSERER mehr als gelungenen (und wahrscheinlich auch schon in der Szene etablierten) Veranstaltung einen wichtigen Beitrag leisteten.

Am 27.8. fand in Krumbach das letzte Rennen der MTB Challenge statt. Heidi Scharnreitner konnte erneut einen Sieg einfahren. Trotz sturmflutartigen Regenschauern und einer daher sehr schweren Strecke waren das gesamte Rennen und auch die Endsiegerehrung perfekt organsiert.


Mit 5 Siegen und einem 2. Platz konnte Heidi Scharnreitner die Gesamtwertung der TREK-MTB-Challenge-2006 mit als Siegerin für sich entscheiden.

Volle Konzentration: Helene Grillnberger Alljährlich zu Maria Himmelfahrt findet sich im kleinen Blindenmarkt die nat. Elite zum bereits traditionellen Ausee-Triathlon ein.

Hierbei gilt es 750m (zwei Runden) zu schwimmen, 20km (zwei Runden) mit gut 200HM am Rad (Achtung –> sehr windanfällige Strecke) zu fahren, und als krönenden Abschluss noch 5,1km (drei Runden -> topfeben), rund um das wunderschöne Erholungsgebiet am Ausee zu laufen.

Fünf Laufrad-Athleten standen um 10h30 an der Startlinie!

Erich „EPO“ Bernhauser konnte wie gewohnt seine Stärke beim Schwimmen voll zur Geltung bringen, und stieg als Fünfter aus dem Wasser! Danach waren bei Erich aber die Akkus ziemlich aus, und der erfolgreich bestrittene Ironman inkl. der vielen Vorbereitungswettkämpfe hat anscheinend doch nicht nur physisch schwere Spuren hinterlassen. Im Gesamtklassement wurde es nach verpatzter Radleistung und mittelprächtigem Lauf dann letztendlich der 26. Platz. Kopf hoch Erich, wir wissen dass du es besser kannst!
Mario „Eisenherz“ Mayrhofer ging trotz einer geprellten Rippe, die er sich vor ein paar Wochen bei einem „Brezn“ zugezogen hat an den Start.

"Fliegt" dem Ziel entgegen: Andi Rettenegger Mario kommt mittlerweile auch beim Schwimmen immer besser in Schuss und hält auch hier den Rückstand in Grenzen. Mit einem soliden Radsplitt und einem äusserst flotten Lauf konnte Mario sich noch unter die Top 20 schieben und als genau 20. durchs Ziel laufen!

Andreas „die Gemse“ Rettenegger zeigte beim Schwimmen noch leichte Schwächen, konnte am Rad und beim Laufen aber wie gewohnt mit für ihn sehr konstanten Leistungen sich noch in der ersten Hälfte des Klassements platzieren. Schwimmen, schwimmen, schwimmen,…dann schauts schon sehr gut aus!

Helene „Rookie“ Grillenberger zeigte großes Potential beim Schwimmen, schlug sich bravourös auf der sehr anspruchsvollen Radstrecke, und konnte sogar beim Laufen noch ein paar Plätze gut machen. Unterm Strich bedeutet dies den 3. Platz in der Eliteklasse 1 der Damen! Bravo Helene, nur weiter so!

Auch Markus „Berggorilla“ Kleinhagauer versuchte sich nach seiner, durch eine gebrochene Zehe verursachte, Zwangspause wieder mal bei einem Wettbewerb. Er konnte beim Schwimmen zum ersten Mal in diesem Jahr endlich eine für ihn ansprechende Zeit schwimmen. Trotz betonschwerer Beine fuhr er einen der schnellsten Radsplitts, schlüpfte das erste mal seit sechs Wochen wieder in die Laufschuhe, joggte seinen Stiefel runter, und verpasste nur knapp die Top 10. Er wurde im Gesamtklassement mit dem 14. Platz und dem 2. Platz in der Eliteklasse 1 der Herren belohnt.

Fairerweise muss man jedoch schon betonen, dass aufgrund der 1 Woche später stattfindenden Staatsmeisterschaften, manche Spitzenathleten aus Gründen der Vorbereitung natürlich nicht nach Blindenmarkt kamen. Nichtsdestotrotz war die Dichte wieder einmal sehr sehr hoch, und immerhin brachte man es auf über 150 Teilnehmer (was das Schwimmen im Gegensatz zu so Massenveranstaltungen wie Linz, St. Pölten,… doch halbwegs erträglich macht).

Gewonnen hat mit dem mehrfachen Langdistanz-Staatsmeister Alexander Frühwirth übrigens ein absoluter Evergreen in der Szene.

Eine wie jedes Jahr absolut toll organisierte Veranstaltung der Kollegen vom Tria Team NÖ West, an der es absolut nichts zu bemängeln gibt. Zu Recht können die Veranstalter auf einen der renommiertesten Sprinttrias in Österreich verweisen.

Wir kommen wieder!

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