Oberösterreichischer Saisonabschluss des  Triathlonjahres stellt eigentlich immer der Mondseelandtriathlon über die olympische Distanz von 1,5km Schwimmen, 40km Radfahren, und 10km Laufen dar. Wie jedes Jahr immer mit Spitzenathleten aus dem In- und Ausland besetzt, mischten sich mit Berthold „Berti“ Schörkhuber und Karin „EPO“ Poth auch zwei orange-blaue unter die Meute.

Der Start erfolgte aufgrund der 600 Personen starken Teilnehmerzahl in Wellen, wobei es „Ladies First“ lautete, und Karin bereits um 9:00 Uhr sich in die Fluten des Mondsees schmiss. Schwimmzeit wie immer sehr konstant, konnte sie dann am Rad eine der schnellsten Frauenzeiten hindrücken. Per pedes wurde dann leider sehr schnell eine momentan sehr lästige Entzündung im Vorfußbereich hinderlich, und so musste das Tempo leider ein wenig rausgenommen werden. Die Endzeit kann sich mit 2h29 jedoch mehr als nur sehen lassen – magische Grenze über die olymp. Distanz für Frauen geknackt, ein schöneres Saisonfinale kann man sich ja fast nicht wünschen – herzlichen Glückwunsch!!!

Nur 15min später wurde es dann für Berti Schörkhuber ernst – er war in seiner Welle, wie schon das ganze Jahr über gewohnt, in der Spitzengruppe vertreten, und konnte auch in ebendieser aufs Rad steigen. Am Rad musste Berti dann leider ein wenig abreißen lassen, konnte diesmal jedoch beim Laufen einen sehr guten Laufsplit hinlegen. In der Endabrechnung bedeutete dies dann in der Gesamtwertung den hervorragenden 26. Platz, und (da nächstes Jahr dann in der Elite I am Start) zum Abschluss der meist sehr stark besetzten U23-Klasse noch den 5. Platz in eben dieser.

Viele Rennen – fast immer am Podest – starke Saison – macht Lust auf 2011!!!!!

 

 

Es war ja wirklich nicht der Paradesommer – soll heißen, dass es keine Seltenheit war, mal mit nasser Kleidung durchs Vorhaus zu steigen. Beim Powerman in Weyer zeigte sich die angeblich schönste und wärmste Jahreszeit aber von ihrer Zuckerseite, und es wurde ein wunderschöner Tag – aber nur für die Zuschauer.

Die Langdistanzler hatten es wahrlich nicht leicht, und es waren wirklich Dramen, die sich da am Renntag abspielten. Ein Athlet nach dem Anderen musste der Hitze Tribut zollen, und so kam es auch vor, dass mancher sich beim Anstieg zur Kreuzgruber Höhe vom Drahtesel schwung, und ein nettes Bad im kalten Rinnsal neben an gönnte. Trotzdem sahen auch diese Athleten nicht das Ziel in Weyer.

Auch unsere Sportler waren nicht alle vom Glück verfolgt. So musste einer unserer Hoffnungsträger Walter Pernsteiner das Rennen bereits am Ende der ersten Radrunde mit sehr starken Kreuzschmerzen abbrechen, und Walter Ritt riss direkt auf der Kreuzgruber Höhe die Kette. Beim Zielbuffet war der erste Ärger dann aber gottlob wieder schnell verflogen. Zum Glück wird es den Powerman 2011 auch wieder geben, und dann werden Kreuz und Kette sicher bis ins Ziel halten.

Von materialtechnischen Defekten war der Rest unserer Powermänner Mandi Gaberc, Nicolas Fellin und Andre Hoser, die dieses Rennen trotz z.T. größter Qualen beendet haben, zum Glück verschont. Mandi kam bereits beim ersten Lauf schon schwer in Tritt, und bekam aber ab der zweiten Radrunde zahlreiche Male (lt. eigenen Aussagen alle 5min) den Mann mit dem tonnenschweren Betonhammer zu spüren. Nichtsdestotrotz zählt im Endeffekt der Sieg über sich selbst, und in der Gesamtwertung bedeutete dies den hervorragenden 14. Platz, und nebenbei war dies neben Mr. Duathlon Karli Prungraber der OÖ Vizelandesmeistertitel!!! Klasse Manfred Gaberc!!!

Das Rennen von Nico Fellin, der bereits seit März unter seiner schmerzenden Achillessehne leidet, lässt sich ziemlich analog zu dem von Mandi wiedergeben, und auch bei ihm war aber der zweiten Radrunde der Ofen ziemlich viel mehr als nur aus. Aber auch er hat sein Letztes gegeben, und wurde im Ziel mit dem tollen 21. Gesamtplatz und der Bronzemedaille in der OÖ LM belohnt! Super Saisonfinale, und das ohne Lauftraining!!!

Ebenso sensationell die Leistung von Andre Hoser, der sich als Zuckerl zum Ironman in Klagenfurt noch den Sauna-Powerman gönnt. Andre war während des Rennens eigentlich meist mit einem Lächeln zu sehen. Beim zweiten Lauf machte aber auch er kurze Bekanntschaft mit dem netten Herrn des Betonhammers. Trotzdem – der 31. Gesamtplatz und 6. in der stark besetzten M40, das kann sich mehr als nur sehen lassen!!! Super Andre!!!

Über die Kurzdistanz hatten wir mit Daniel Hochstrasser ein mehr als nur glühend heißes Eisen am Start. Diese Erwartungen konnte Daniel auch zur Gänze erfüllen – leider hatte er dann ab Beginn des zweiten Laufs ziemlich muskuläre Probleme, die vermutlich von dem Durchfall seit seinem grandiosen Sieg beim Hintergebirgsmarathon kommen. Gekämpft hat er aber auch wie ein Löwe, und der 2. Gesamtrang ist auf alle Fälle auch ein Topergebnis!!! Und die Juniorenklasse hat Daniel natürlich auch souverän für sich entschieden (was sonst)!

Unser 17-jähriger Duathlon-Newbie Glenn Koch ließ während des Rennens einige Altmeister wirklich alt aussehen. Als Radspezialist war ihm die Powermanrunde natürlich wie auf den Leib geschneidert – nicht verwunderlich dass er eine der schnellsten Radsplits auf den Asphalt schmetterte. Der zweite Lauf fällt unter die Kategorie Erfahrung, was am 38. Gesamtrang und dem Gesamtsieg in der Jugendklasse aber nichts mehr ändern sollte. Was für ein Einstand – erster Duathlon und schon der Klassensieg!!!!

Ebenfalls sehr flott zu Fuß und am Rad waren Gerald Kny (45.) und Norbert Schachner (76.) unterwegs, die die lange Duathlon-Saison somit ebenfalls mit einem zufriedenstellenden Ergebnis beenden konnten.

Leider nicht so positiv endete der Tag für die Favoritin bei den den Damen, unsere Karin Gaberc, die nach dem ersten Lauf an der Spitze lag, jedoch währenddessen schon mit leichten Problemen zu kämpfen hatte. In der ersten Wechselzone war das Rennen aufgrund eines Kreislaufzusammenbruchs dann leider schon beendet. Dank dem Notarztteam gings nach einer Infusion dann wieder schnell bergauf – der Sieg wäre Karin wohl nur schwer zu nehmen gewesen.

So denne – danke Hugo Mayer und OK-Team, und auf ein neues 2011!!

Der letzte Bewerb dieses Jahres steht an: Austria Triathlon über die klassische Ironmandistanz.
Als spezieller Bonus seit dem letzten Jahr ist die Wertung Austria 339 (Linz + Podersdorf) mit eigener Medaille, welche ich mir heuer zum Ziel gesetzt habe.

 

Basti

Der Wetterbericht lässt auf besseres Wetter als im Vorjahr hoffen. Ab Mittag soll es lebhaften Nord-West Wind geben. Ab wann ist Mittag und wie schnell ist lebhaft???
Aber alles der Reihe nach:

 

In der Früh ist es noch sehr windstill, bewölkt und kühl (aber nicht kalt), eigentlich sehr gute Voraussetzungen.
Bei der Anreise zum Start gab es leider eine Verzögerung wegen eines schweren Unfalls. Ich hoffe, dass nichts schlimmes passiert ist.
Das Einchecken und Vorbereiten in der Wechselzone gehen sich leicht aus.
Schwimmen im Neusiedlersee läuft eigentlich sehr entspannt ab, eine lange Startlinie die sich dann schön aufteilt.

 

Ganz ruhig ist der See dann doch nicht, weiter draußen gibt es dann ein paar Wellen, aber die können mich nicht mehr beeindrucken.
Ich verschwimme mich zwar ordentlich, aber wie ich später erfahre, bin ich nicht langsamer als in Roth.

Der erste Wechsel geht schnell.

Die erste Runde locker, geht ganz gut. Die zweite fahre ich normal, auch das geht sehr gut. In der dritten kommt dann der lebhafte Nordwest Wind, also um ca. 11:00.
Lebhafter Wind ist anscheindend so 50 - 60 km/h schnell ... schei**e.
Ab jetzt wird's hart. Sehr langsames Tempo und schmerzende Beine prägen die nächsten zwei Runden.

Nach den 180 Radkilometern steige ich total kaputt vom Rad, eigentlich bin ich am Ende.

Das Laufen verbessert meinen Zustand nicht wirklich, es wird eher schlimmer. Den Schmerz in meinen Beinen ignorierend, versuche ich so lange zu laufen wie es geht.
Das geht erstaunlicherweise immer 10 Kilometer gut, dann ein wenig gehen, und dann wieder laufen. Die 10 Kilometer deswegen: weil da immer meine Freundin wartet und mich für die nächsten 10 aufbaut und motiviert.

 

So bringe ich Runde um Runde zu Ende.

Nach 11:10 bin ich dann endlich im Ziel, tot aber glücklich ;)

 

 

 

Karin Gaberc und Enrico Putz mit Top Platzierungen bem Kurparklauf!

Karin Gaberc vom Laufrad Steyr Team wird beim Bad Haller Kurparklauf über 9km nur 2 Sekunden hinter der Top-Läuferin Irmi Kubicka 2. im gut besetzten Damenfeld. Dritte wird die Linzerin Franziska Gruber.

Auch bei den Herren kann der Steyrer Enrico Putz (Laufrad)seine Form nach dem Sieg in Mühlbach bestätigen. Er kommt hinter Lauf-Ass Doleschal auf den tollen zweiten Gesamtrang. Teamkollege und Vorjahressieger Manfred Gaberc kommt 20 Sekunden hinter Putz auf den 5. Platz ins Ziel.

 

 

Unsere Karin Poth hatte dieses Jahr ja schon einige Rennen in den Armen und Beinen, aber eine echte Eisenlady (Debüt in Roth 2009) kann eine Halbdistanz zum Ende der Saison doch wirklich nicht abschrecken. So wagte Karin sich zum ersten Mal über die mittlerweile immer beliebtere Distanz, um zu sehen wieviele Körner denn noch so in ihr stecken.
Beim Schwimmen lief es eigentlich sogar besser denn je zuvor, und so stieg Karin nach 2,1km ziemlich entspannt und mit wenig Rückstand nach 37min aus dem Wasser, um sich auf ihr Lieblingsgerät zu schwingen. Dort wurde dann ordentlich Druck aufs Pedal ausgeübt, und so wurden die windanfälligen 90km in 2h34 (35,6km/h Schnitt) weggedrückt. Das resultierte in dem großartigen zweiten Gesamtplatz in der zweiten Wechselzone, aber wie würde es nun mit der Verletzung am linken großen Zeh weiter gehen?

Das Laufen stellte sich aufgrund eben dieser Verletzung leider als ein wenig problematisch dar, aber  es wurde durchgebissen, und nach  1h49 (was ja wirklich nicht schlecht ist) hatte auch das 20km lange Laufen sein Ende, und unterm Strich wurde es dann eine für Frauen gewaltige Zeit von 5h02min (übrigens die schnellste Laufrad-Halbdistanzzeit 2010 – noch vor allen Männern!!!), was den 7. Gesamtrang bei den Damen, und den 3. Platz in der Elite II bedeutete!!!

Tolles Saisonfinale, und das trotz Handicap – herzlichen Glückwunsch, und stolz sein auf diese Leistung, wir sind es auch!!!

 

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