Rennbericht Aschau

Sommer. Sonne. Schweiß. Das war das Motto beim diesjährigen Enduro 1 in Aschau im Chiemgau. Nachdem das Rennen Anfang Mai, auf Grund von starkem Schneefall und schlechter Sicht, verschoben wurde, ging es am 29./30. Juni an der Kampenwand zur Sache. Serviert wurden 7 Stages auf einer Strecke von ca. 24 km mit einer Höhendifferenz von 960 m.

Wegen der Verschiebung des Rennens war das Laufrad-Team dann doch ein anderes: Statt Moritz Rötzer kam Raphael Elser mit, der sein erstes Enduro-Rennen bestritt.
Am Samstag stand dann erstmal das Training auf dem Programm. 4 Stages konnten so vorab befahren werden und es zeigte sich schon, dass sich die Anstiege verdient werden wollen und die Stages durchaus knusprig werden.

Am späten Nachmittag ging es dann los zum Prolog. Eine Strecke, die im letzten Jahr fürs Enduro 1 gebaut wurde und auch nur für das Rennen geöffnet ist. Nach ca. 1000 Wurzeln, eben so vielen Steinen und einigen ziemlich engen Kurven war der erste Tag des Events mal geschafft, dann erstmal ein eiskaltes Bier und ab in den Badeteich.
Mit den Platzierungen waren wir super zufrieden. Raphael erreichte mit 1:43,28 trotz technischen Problemen eine Platzierung in der vorderen Hälfte. Für mich ging sich mit 1:37,17 ein Platz im vorderen Drittel aus.

Mit diesen Plätzen konnten wir am Sonntag schon relativ bald starten (aus den Prologzeiten ergibt sich die Startreihenfolge). Nach einer gemütlichen ersten Stage zum warm werden ging es Rampe um Rampe etwa 550 hm zur ersten Labstation. Gut gestärkt und hydriert, stand nach weiteren 100 hm Stage 2 auf dem Programm. Stage 2 war eine der schwierigsten des gesamten Rennens und erforderte vor allem im letzten Teil einiges an Mut um Vollgas durch das verblockte, stufige und trotz der Hitze nasse „Bachbett“ zu rasen. Genau in diesem Teil nach Raphael dann auch eine Gesteinsprobe à la Frontflip to Rockgarden, zum Glück ohne gravierende Folgen. Ich kam ganz gut durch, allerdings mit ein bisschen Zurückhaltung, um nicht schon wieder einen Patschen zu erleiden.

Stages 3 und 4 verliefen dann ohne weitere Zwischenfälle, die Temperaturen und die steilen Anstiege machten und aber zu schaffen, es war nicht mehr so leicht die Konzentration aufrecht zu halten. Auf Stage 5 (Prolog) kam es dann wie es kommen musste: Wir durften beide vom köstlichen Waldboden kosten.
Nachdem wir unsere Räder durchgecheckt hatten und zum Glück auch diesmal nichts kaputt wurde, ging es dann in den letzten langen Anstieg 200 hm und natürlich wieder Rampe um Rampe. Ans Schieben schon gewöhnt kämpften wir uns an der zweiten Labstation vorbei zum Start von Stage 6.
Der superflowige obere Teil wurde nach einer Tretpassage von engen Hangquerungen und Spitzkehren abgelöst, aber schön zu fahren. Und dann war es nurnoch eine Stage, 2 Spitzkehren und einiges an Getrete bei der Hangquerung – optimal um die letzten Kraftreserven aufzulösen.

Unten angekommen waren wir beide am Ende unserer Kräfte und einem Hitzschlag nahe, deshalb: Rein in den Teich!

Wir platzierten uns dann in Summe im Mittelfeld unserer Klasse, Raphael auf Platz 60 und ich schaffte Platz 46. Durchaus zufrieden mit unseren Platzierungen freuen wir uns schon auf das nächste Rennen der Serien in Kirchberg in Tirol, dann auch zu Dritt mit Moritz. Nicht nur für den Adrenalin Kick den mit Mach 10 durch den Wald rasen mit sich bringt, sondern fast noch mehr auf die super Stimmung und die Bekanntschaften die sich in Aschau ergeben haben.

Ride on and eat Marillenpalatschinken
Valentin

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